Möglich oder Unsinn – wie real sind diese Science-Fiction-Techniken?

Wie nah sind sich Film und Wirklichkeit? Wir haben uns einige Erfindungen aus der Science-Fiction-Welt einmal genau angeguckt und herausgefunden, ob diese in der Realität wirklich möglich wären oder für immer eine Filmidee bleiben müssen.

Na, wissen Sie, was heute für ein Tag ist? Am 4. Mai ist natürlich „Star Wars“-Tag! Das geht auf einen sehr berühmten Satz aus dem gleichnamigen Kultfilm zurück: „May the Force be with you“ – übersetzt: „Möge die Macht mit dir sein. Weil das im Englischen allerdings so ähnlich klingt wie „May the Fourth“ – also vierter Mai – haben die Fans diesen eben zum „Star Wars“-Tag ernannt. Für uns ein willkommener Anlass, einmal auf berühmte Erfindungen aus Science-Fiction-Filmen zu schauen. Sind diese in der Realität tatsächlich möglich oder nur das Hirngespinst kreativer Drehbuchautoren?

Gelungenes Miteinander der Gegensätze

Star-Wars-Ikone: Das Lichtschwert

Die schlechte Nachricht vorweg: Lichtschwerter sind nur sehr sehr theoretisch denkbar. Denn Licht stößt sich gegenseitig eigentlich nicht ab, wodurch ein Schwertkampf unmöglich würde, würden die Klingen doch einfach durcheinander hindurch gleiten. Zwar gibt es eine theoretische Möglichkeit, diesen Umstand zu ändern, dazu würde aber eine riesige Menge Energie benötigt, sodass die Geräte von keinem Menschen mehr zu tragen wären. Und selbst dann hätten sie noch einen kleinen… sagen wir… Sicherheitsmakel: Ihre Klinge wäre unendlich lang, denn Lichtstrahlen sind unbegrenzt. Nicht unbedingt praktisch für eine elegante Fechteinlage. Einen interessanten Fun Fact hat allerdings ein britischer Student berechnet. Seinen Annahmen zufolge würden die Lichtschwerter je nach Farbe unterschiedlich viel Energie verbrauchen. Violett wäre der Energiefresser unter den Laserklingen, ein rotes Lichtschwert würde am wenigsten verbrauchen. Immerhin das spricht für die dunkle Seite der Macht.

Gelungenes Miteinander der Gegensätze

Videochat per Hologramm

Dass unsere Gesprächspartner als dreidimensionale Hologramme vor uns erscheinen, während wir mit ihnen telefonieren, scheint dagegen schon deutlich mehr in greifbarer Nähe zu liegen. Kleinere Hologramme sind heute bereits möglich. Zwar dürfte es noch etwas dauern, bis diese Technik einigermaßen ausgereift ist, doch in ein paar Jahrzehnten könnte dieses Science-Fiction-Szenario tatsächlich Wirklichkeit werden.

Beamen statt ICE

Der Traum eines jeden Vielreisenden ist das Beamen. Sich einfach an einem Ort auflösen und plötzlich an einem anderen wieder auftauchen. Spannend: Selbst das ist theoretisch möglich. Und konnte sogar schon mit einzelnen Teilchen realisiert werden. Ob jemals Menschen statt mit Zug oder Flugzeug per Teleportation durch die Welt reisen werden, ist aber noch sehr ungewiss. Denn dafür wäre aktuell eine enorme Menge Energie nötig, die nicht so einfach erzeugt werden kann. Außerdem gilt es als mehr als unsicher, ob ein Mensch diesen Vorgang überhaupt überleben könnte. Und ob er am anderen Ende auch tatsächlich noch derselbe wäre. Gebeamt wird also, wenn überhaupt, wohl erst in sehr ferner Zukunft.

Gelungenes Miteinander der Gegensätze

Dinos züchten wie in Jurassic Park

Aus ein bisschen eingeschlossener DNA einen lebendigen Dinosaurier auferstehen lassen, nicht nur kurz nach Ostern eine beeindruckende Vorstellung. Wird aber wohl auch nicht mehr als eine Vorstellung bleiben, sagen Wissenschaftler. Denn komplette DNA-Stränge haben sowas wie ein Haltbarkeitsdatum – und das beträgt nur ein paar Tausend Jahre. Da die Dinosaurier aber vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben sind, gilt es als unmöglich, hinreichend erhaltene Erbsubstanz zu finden. Maximal winzige Teile davon können heute noch rekonstruiert werden, das reicht aber längst nicht aus, um die prähistorischen Erdbewohner wieder zurückzuholen.

Gelungenes Miteinander der Gegensätze

Jede Sprache der Welt sprechen

Im Science-Fiction-Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ zählt der Babelfisch zu den begeisterndsten Zukunftsvisionen. Mit ihm kann man jede Sprache der Welt oder in diesem Fall sogar des Universums verstehen und sprechen. Eine Idee, die gar nicht mehr so weit von der praktischen Umsetzung entfernt ist. Software-Konzerne wie Microsoft und Google sowie diverse Start-ups arbeiten an solchen Lösungen und haben sogar schon erste Pilotprodukte getestet. Zwar ist die bisherige Technik zur Simultanübersetzung noch reichlich fehleranfällig, doch je intelligenter die Algorithmen werden, desto besser werden die Aussichten, bald eine zufriedenstellende Lösung nutzen zu können. Es dürfte spanend werden, mitzuerleben, was es auf der Welt ändert, wenn sich plötzlich alle Menschen mehr oder weniger direkt miteinander verständigen können. Wir jedenfalls freuen uns darauf.

Fremde Welten im Holodeck

Ja, sie haben es sicher schon gemerkt: Wir haben in diesem Beitrag ganz frech Technik aus Star Wars und Star Trek vermischt. Gerade Star Trek hat viele ikonische Ideen für Zukunftstechnik hervorgebracht. Unter ihnen ist auch das Holodeck, auf dem man virtuell ganz und gar in fremde Welten eintauchen kann. Unsere heutigen Möglichkeiten sind da natürlich noch sehr viel rudimentärer, doch die virtuelle Realität ist eines der momentan am meisten bearbeiteten Entwicklungsfelder moderner Elektronikfirmen. Neben den langsam massentauglichen VR-Brillen, werden zur Zeit auch verschiedene Techniken erforscht, mit denen sich Gefühle – also vor allem Berührungen – übertragen lassen. Zwar ist all das noch weit von dem Erlebnis auf dem Holodeck entfernt, doch durch die Verknüpfung verschiedener bereits existierender Techniken kann man bereits heute ziemlich tief in nicht existente Welten abtauchen. Hier kommt ganz sicher sehr bald noch mehr.

Science Fiction ist also häufig gar nicht so weit von der Realität und ihren Möglichkeiten entfernt, denkt nur gern noch etwas größer. Ein häufiges Problem sind die enormen Energiemengen, die für theoretisch denkbare Vorgänge nötig wären. Also: Lassen Sie uns vorsichtshalber alle ganz fleißig Energie sparen, damit das ein oder andere davon vielleicht doch eines Tages noch möglich wird.


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