Volt, Watt, Ampere & Co. – BERGMANNs Lexikon der Strom-Begriffe

Auf jedem Elektrogerät sind scheinbar kryptische Zahlen mit verschiedenen Einheiten und Formelzeichen abgebildet. Aber was bedeuten die Angaben zu Watt, Volt, Ampere und Co. eigentlich? Testen Sie, was aus Ihrem Physikunterricht hängen geblieben ist.

Zettel raus, Klassenarbeit! Diesmal geht es um Physik im BERGMANN-Blog. Also zumindest am Rande. Denn mal ehrlich: Könnten Sie aus dem Stehgreif noch erklären, was Volt, Watt, Ampere und Co. eigentlich bedeuten? Und was davon ist ausschlaggebend dafür, ob bei Ihnen zu Hause eine Sicherung herausfliegt? Hier bekommen Sie eine kleine Auffrischung. Garantiert nicht so trocken wie bei Ihrem alten Physiklehrer – versprochen!

Wie viel Watt hat ein Staubsauger

Watt kommt zuerst?

Beginnen wir mit Watt (W), der Einheit für die elektrische Leistung. Watt gibt den sogenannten Energieumsatz pro Zeitspanne an. Und lässt sich mit den PS eines Autos vergleichen. Watt hat also etwas mit der Power eines Elektrogeräts zu tun. Je mehr Watt zum Beispiel Ihr Staubsauger hat, desto größer ist die Saugkraft. Aber – und auch da passt der Vergleich zu den Pferdestärken – desto größer ist auch der Verbrauch.

Kilowattstunde – die Einheit von Ihrer Stromrechnung

Ein Kilowatt sind tausend Watt – wie beim Gewicht. Dementsprechend gibt die Einheit Kilowattstunden (kWh) an, wie viel tausend Watt in einer Stunde verbraucht werden. Ein Staubsauger mit 1.500 Watt verbraucht in einer Stunde 1,5 Kilowattstunden. So simpel ist das.

Zu viel Ampere und die Sicherung fliegt

Ampere lässt Sicherungen fliegen

In Ampere (A) wird die Stromstärke angegeben. Sozusagen die Menge an Strom, die durch eine Leitung fließt. Stellen Sie sich Ampere in etwa wie den Durchmesser eines Rohres vor. Dort passt nur eine gewisse Menge Wasser durch. Genauso verhält es sich auch mit Stromleitungen – und Steckdosen. Haben Sie an einer Steckdose mehrere Geräte angeschlossen, die zusammen auf eine höhere Amperezahl kommen als die Steckdose, fliegt bei Ihnen die Sicherung raus. Sonst könnte es zu einer Überhitzung kommen, weil sozusagen mehr Strom hindurchgesaugt werden soll als hindurch passt.

Volt ist spannend

Die elektrische Spannung wird in Volt (V) angegeben. Sie sagt aus, wie viel Energie in den Elektronen steckt, und beziffert damit – bildlich gesprochen – mit welchem Druck der Strom durch das Kabel gesaugt wird. Volt ist also am ehesten vergleichbar mit dem Wasserdruck.

Es werde Licht

Lumen? Wir bringen Licht ins Dunkel

Die Einheit Lumen (lm) dürfte Ihnen in den letzten Jahren zunehmend begegnet sein. Sie gibt die Lichtstärke an, also die Helligkeit. Und eignet sich darum hervorragend, um unterschiedliche Leuchtmittel wie klassische Glühbirnen, Energiesparlampen und LEDs zu vergleichen. Denn wie viel Licht ein Leuchtmittel erzeugt, verrät eben die Lumenzahl – nicht die Wattzahl, die sagt nur etwas über den Verbrauch. LEDs brauchen weniger Watt pro Lumen als klassische Glühlampen, holen aus derselben Menge Energie also wesentlich mehr Licht heraus. Vergleichen Sie beim Leuchtmittekauf darum immer die Lumen- statt der Wattangabe.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bis zum Ende gelesen. Ihr Physiklehrer wäre stolz auf Sie! Da sag noch mal einer, im Internet fände man nur lustige Katzenbilder… Gibt es weitere Begriffe rund um Energie, die wir Ihnen einmal erklären sollen? Dann lassen Sie es uns wissen – auf unserer Facebookseite.


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